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Pressekonferenz "Rettet den Bahnhof"


Die Dokumente der Pressekonferenz vom 25. November 2008 zum Herunterladen


Bahnhof_Bozen.pdf   1.5 M
Bahnhof_Bozen.pdf   796 K
Kommentar_zum_LT-Beschluss.rtf   13.2 K
Die_Haltung_der_Gemeinde.rtf   13.9 K
Unser_Standpunkt_zur_Ausarbeitung.rtf   9.6 K
Dolomiten_Baukulturseite_08.10.06_.pdf   58 K
Beschlussantrag_Landtag.pdf   53 K

Forderungskatalog


10.512 Unterschriften gegen die Verlegung des Bahnhofs 

Der Erfolg der Unterschriftenaktion gegen die Verlegung des Bahnhofs in Bozen ist der eindeutige Beweis dafür, dass die Bürger und Pendler den bisherigen Standort unbedingt beibehalten möchten.

Wie von kompetenter Seite mehrfach aufgezeigt wurde, sind ein Umbau und eine Erweiterung an der bisherigen Stelle durchaus möglich (siehe Bahnhof Innsbruck). Auch eine bessere Zusammenführung von Bus und Bahn ist bei einem Neubau des Busbahnhofs auf der Ostseite – gegenüber dem bestehenden Zugbahnhof – möglich und dessen Anbindung an die bestehende Staatsstraße sinnvoll. Die Gewinnung von neuem Bauland wird bei einer solchen Lösung sogar noch erhöht. Es wird auch darauf hingewiesen, dass der bekannte Verkehrsplaner Prof. Knoflacher bei einem Informationsabend in Bozen auf die Sinnhaftigkeit und Beibehaltung des bisherigen Standortes des Bahnhofes ausdrücklich hingewiesen hat.

Im Sinne einer demokratischen Mitentscheidung aller Beteiligten und Betroffenen, und aufgrund der Tatsache, dass von Seiten der zuständigen Gemeinde- und Landespolitiker seit der Gründung des Komitees keinerlei Informationen zum geplanten Projekt an die Öffentlichkeit weitergegeben wurden, obwohl ein transparentes Verhalten zugesichert wurde, stellt das Komitee im Namen der 10.512 Unterzeichnenden folgende Forderungen an die Adresse der Entscheidungsträger:

 

  • Information der Öffentlichkeit über die jeweils neueste Entwicklung und Vorgehensweise aller eingesetzten Kommissionen.
  • Offenlegung der Absichten und Tendenzen vor dem Treffen endgültiger Entscheidungen.
  • Einbeziehung unserer Bürgerinitiative in die Gruppe der Entscheidungsträger.
  • Zusammenarbeit mit der Gemeinde, da diese wesentlich den neuen Bauleitplan und den neuen Verkehrsplan von Bozen mitbestimmt.
  • Das Gemeinwohl soll vor den Interessen einiger Lobbyisten stehen.
  • Der erneuerte Bahnhof soll nach den Bedürfnissen der Benutzer gestaltet und nicht als Nebenprodukt urbanistischer oder investitionspolitischer Interessen in den Bozner Boden verdrängt werden.
  • Bau eines dritten Geleises in Bozen Süd, wie schon seit Jahren gefordert: dadurch wird der Flaschenhals mit geringem Aufwand sofort entflochten und die prekäre Platznot am Bahnhof Bozen entschärft.
  • Schnelle und sichere Erreichbarkeit des Zentrums durch Beruhigung des Bahnhofsplatzes.
  • Der Bahnhof darf für Pendler infolge Aussiedlung nicht eine zusätzliche Belastung durch längere Wege von täglich ca. 15 Minuten ergeben. Dies hätte eine Verminderung der Attraktivität und Abnahme der Benutzer zur Folge.
  • Erhaltung der bestehenden Struktur, welche an die modernen Bedürfnisse des Reisens angepasst werden muss.
  • Verknüpfung des Schienenverkehrs mit der „sanften Mobilität“ (Fahrrad, Öffentliche Verkehrsmittel).
  • Errichtung sicherer Verbindungen für Radfahrer und Fußgänger unter der bestehenden Bahntrasse zur Reduzierung der Barrierewirkung der Bahn.
  • Integration des Projektes in den aktuellen Mobilitäts- und Verkehrsplan.
  • Der Bahnhof soll das Aushängeschild der Stadt Bozen sein.
  • Ein Mobilitätszentrum soll nicht einen neuen Mittelpunkt erzeugen, sondern soll integrativer Bestandteil des bestehenden Zentrums sein.
  • Langfristiges Planen zur Erhaltung eines lebenswerten Stadtzentrums.

 

 

Informationen zur Unterschriftensammlung

 

Zentrumsnähe des Bahnhofes – Erreichbarkeit

Bozen hat den enormen Vorteil, einen wirklich zentrumsnahen Bahnhof zu besitzen. Wenn der Zugbahnhof und mit ihm der Busbahnhof um ca. 500 m Richtung Eisack verlegt werden, muss jeder Benutzer für den Hin- und Rückweg ins Zentrum eine ca. 1 km längere Strecke als heute zurücklegen (ca. 15 Minuten Gehzeit). Die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel würde stark abnehmen, und gleichzeitig der Autoverkehr in der Stadt mit all seinen negativen Belastungen für Lebensqualität und Umwelt erheblich zunehmen.

Kosten

Die Verlegung laut „Ferroplan – Studie“ kostet nach ersten Schätzungen weit über 400 Millionen Euro und ist damit wesentlich teurer als die Beibehaltung sowie Modernisierung des Bahnhofes am heutigen Standort (selbst, wenn ein neuer Eisenbahn-Tunnel unter den Hörtenberg gebaut wird).

Landschafts- und Lärmschutz

Bei der Verlegung würde der neue Bahnhof auf einer riesigen Plattform auf ca. 7 m hohen Stelzen erbaut. Dieses urbanistische Monstrum würde das Stadtbild verschandeln. Auch die Lärmbelastung für die Stadtbewohner würde durch die Erhöhung der Lärmquelle, trotz Lärmschutzwänden, erheblich steigen.

Frei werdender Baugrund

Bei der Verlegung des Bahnhofes würden laut Studien ca. 2 ha weniger Baugrund frei als bei der Beibehaltung des Bahnhofes am bisherigen Standort.

 


 
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